Coronakrise

Eltern und Kinder in der Krise entlasten

Die Corona-Pandemie hat unsere Gesellschaft in eine schwierige Situation geführt. Über die Bedrohung durch die Krankheit selbst hinaus steht die wirtschaftliche Existenz vieler Menschen auf wackeligen Beinen. Familien sind vor die Aufgabe gestellt, sowohl die Kinder zu Hause zu betreuen und zu beschulen, als auch ihrem Job im Homeoffice nachzugehen, sofern er nicht zu den einschlägigen Berufen im Rahmen der Aufrechterhaltung des Gesundheitsbereichs und der systemrelevanten Infrastruktur zählt.

Die Folgen der Corona-Pandemie stellen gerade Eltern und Kinder vor große Herausforderungen. Gemeinsam mit anderen Landesvorsitzenden haben wir ein Diskussionspapier verfasst, das konkrete Maßnahmen fordert und Lösungsvorschläge macht, um Eltern und Kinder in der Krise zu entlasten.

Zum vollständigen Diskussionspapier „Eltern und Kinder entlasten”.

Das Papier kommentiert Ann-Kathrin Tranziska, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Schleswig-Holstein so:

Beim Ausstieg aus dem Corona-Lockdown wird derzeit sehr auf die Wirtschaft geschaut. Familien und Kinder sind durch die Situation aber mindestens genauso belastet. Aus diesem Grund haben Grüne Landesvorstände ein Papier erarbeitet, das die besondere Situation von Familien und Kinder in den Blick nimmt.

Bei einem langsamen und schrittweisen Wiedereinstieg in den Schulalltag sollte unser Fokus auf den Schüler*innen liegen. Sie aufzufangen und ihnen ein Lernen zu ermöglichen, ist dabei besonders wichtig. Deshalb fordern wir beispielsweise eine automatische Versetzung in das nächste Schuljahr, um den Druck von den Schüler*innen zu nehmen. Dadurch würde auch eine Benachteiligung derjenigen reduziert, die zu Hause keinen guten Lernbedingungen vorfinden.

Für alle Kinder wird der Einstieg in den Schulalltag nur schrittweise stattfinden. Für Kinder aus Risikogruppen oder mit Eltern aus Risikogruppen sollte der Wiedereinstieg in die Präsenzschule noch nicht verpflichtend sein. Die Möglichkeiten für echtes E-Learning dürfen nicht an der technischen Ausstattung der Elternhäuser scheitern. Ein digitaler Lernraum muss durch die Schulen sichergestellt werden.

Auch für die Kitas gilt: Die Bedürfnisse der Kinder müssen mehr beachtet werden. Die Aufnahme in eine erweiterte Notbetreuung darf nicht nur von der Berufstätigkeit der Eltern abhängen. Andersherum muss es Eltern möglich bleiben, ihre Kinder zu Hause zu betreuen, ohne dabei von Kündigung oder finanziellen Nöten bedroht zu sein.

Analog zum Kurzarbeitergeld können wir uns deshalb als Grüne ein Corona-Elterngeld bei Freistellungen vorstellen. Auch eine zeitweilige Erhöhung des Kindergeldes als Corona-Kindergeld wäre für viele Familien eine deutliche Hilfe im Alltag.

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