Paketdienste für Ausnahmesituationen besser ausstatten

Zur aktuellen Situation in der Paketbranche sagt die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Ann-Kathrin Tranziska:

“Wir befinden uns in einem harten Lockdown und überall im Land sind die Geschäfte geschlossen. Damit die Geschenke von Millionen Menschen rechtzeitig unter den Weihnachtsbäumen liegen, liefern Kurierdienste täglich Pakete in zweistelliger Millionenhöhe aus. Für die Paketzusteller*innen in unserem Land bedeutet die Vorweihnachtszeit Dauerstress und ein schier unvorstellbares Arbeitspensum. Um die tägliche Flut an Paketen zu bewältigen, arbeiten viele von ihnen nicht nur an Grenze des Zumutbaren, sondern weit darüber hinaus. Wenig überraschend sind Angestellte in der Paketbranche im Vergleich zu anderen Berufsgruppen überdurchschnittlich oft krank.

Paketzusteller*innen sind unverzichtbar für das Funktionieren unserer Gesellschaft in dieser schwierigen Zeit. Sie verdienen Anerkennung und Solidarität. Dazu kann jeder von uns einen kleinen Beitrag leisten. Wir Grüne appellieren an die Menschen in unserem Land, sich beim Online-Shopping vor Weihnachten zu fragen, welche Pakete wirklich gebraucht werden und wo man auf eine Bestellung verzichten kann. Die Paketzusteller*innen in den fließenden Verkehr einfädeln lassen, ihnen im Treppenhaus entgegenkommen oder das Paket für die Nachbarn annehmen: all dies sind kleine aber wichtige Beiträge, die Paketzusteller*innen in dieser turbulenten Zeit zu unterstützen.

Laut der Gewerkschaft ver.di muss davon ausgegangen werden, dass die gesetzlich festgelegten Arbeitszeiten aktuell oft nicht eingehalten werden. Wir Grüne fordern die Zustellfirmen auf, die tägliche Höchstarbeitsgrenze von zehn Stunden einzuhalten. Ein pünktlich zugestelltes Paket rechtfertigt keine Beschneidung von Arbeitnehmer*innenrechten. Zukünftig müssen Paketdienste auf Ausnahmesituationen noch besser vorbereitet sein und deutlich mehr Personal einstellen. Nur so kann verhindert werden, dass die einzelnen Bot*innen nicht völlig überlastet werden.”

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