Unsere Landesregierung investiert in die gesamte Bildungskette!

Nachdem die Landesregierung vor zwei Wochen das „Kita für alle“-Programm vorgestellt hat, sieht Lydia Rudow, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein, die heute vorgestellten Maßnahmen für Schule und Ausbildung der schwarz-grünen Landesregierung als nächsten logischen Schritt:

„Wir zeigen: Unsere Landesregierung investiert in die gesamte Bildungskette!  

Als Lehrerin weiß ich um die angespannte Personalsituation an unseren Schulen. Im Krankheitsfall müssen Kolleg*innen für Vertretungsstunden einspringen, die bereits selbst stark belastet sind. So werden Erkältungswellen, wie wir sie gerade wieder in Schleswig-Holstein erleben, zu einer echten Belastungsprobe für alle. Schüler*innen und Eltern erleben in diesen Phasen einen besonders hohen Unterrichtsausfall. Deshalb freue ich mich sehr, dass die Landesregierung über einen Nachtragshaushalt 200 Lehrkräftestellen für die Verbesserung der Unterrichtsversorgung in der Sekundarstufe 1 zur Verfügung stellen wird. Damit werden wir erstmalig in Schleswig-Holstein eine Unterrichtsversorgung von über 103 Prozent erreichen! Das Verhältnis Lehrkräfte-Schüler*innen war in unserem Land noch nie besser.

Bei Regierungsübernahme in der Küstenkoalition 2012 haben wir GRÜNE ein Bildungssystem vorgefunden, in dem die Unterrichtsversorgung deutlich unter 100 Prozent lag. Mit einer ehrlichen Eröffnungsbilanz haben wir damals das Problem benannt und seitdem kontinuierlich an einer Verbesserung der Unterrichtsversorgung gearbeitet. Im Schuljahr 2018/2019 haben wir mit grüner Regierungsbeteiligung erstmalig 100 Prozent Unterrichtsversorgung erreicht. Doch wir wissen, dass 100 Prozent nicht reicht – weshalb wir uns für einen weiteren Stellenaufwuchs eingesetzt haben und nun erstmalig 103 Prozent ermöglichen.

Besonders wichtig war uns, dass der größte Stellenaufwuchs an Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe gehen wird und wir hier sogar eine Unterrichtsversorgung von 103,6 Prozent erreichen werden. Denn wir wissen, dass die Herausforderungen hier besonders groß sind.

Die geplante Oberstufenreform mit Kürzungen in den Fächern Geschichte, Religion/Philosophie und der zweiten Fremdsprache im E-Jahrgang werden wir zudem nicht umsetzen und folgen damit dem Wunsch aus den Schulen und dem Ergebnis der Anhörungen.“

Die geplante Gründung eines Azubiwerks ist für Lydia Rudow ein wichtiges politisches Signal:

„Wir lassen Auszubildende in Schleswig-Holstein nicht alleine, sondern unterstützen sie mit bezahlbarem Wohnraum, Beratungsangeboten, Mitbestimmungsmöglichkeiten und einer Azubistarthilfe in Höhe von 350 Euro. Wir wollen Ausbildung in Schleswig-Holstein deutlich attraktiver machen. Das neue Angebot analog zum Studentenwerk schafft mehr Gerechtigkeit in unserer Bildungslandschaft. Insbesondere die Schaffung von Ausbildungswohnheimen ist eine wichtige Antwort, um die Hürden zum Ergreifen einer Ausbildung auch in Regionen mit einem angespannten Wohnungsmarkt zu senken.“

Presseinformation Nr. 002.2026 / 19.02.2026

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