Frauenpolitik

#ichhabdiewahl – 100 Jahre Frauenwahlrecht: Die Frauenquote allein reicht nicht

Am 12. November jährt sich das Frauenwahlrecht zum 100sten mal. Anlässlich dieses Jubiläums lud der Landesverband Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein unter dem Motto #ichhabdiewahl am 7.11. in den Blauen Engel ein, um mit Frauen aus Politik und Wirtschaft über die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft zu diskutieren. Neben Finanzministerin Monika Heinold, waren Lisanne Straka, Abteilungsleiterin Frauen- und Gleichstellungspolitik des DGB Bezirk Nord, Anke Bertram, Hebammenverband Schleswig-Holstein, und Ann-Kathrin-Tranziska, Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein, eingeladen, um Einblicke in ihre Erfahrungsbereiche zu geben.

Dazu sagt die Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Ann-Kathrin Tranziska:

Am 12.11.1918 wurde das Frauenwahlrecht eingeführt und in den 100 Jahren danach haben viele Frauen in vielen Kämpfen viel für die Rechte der Frauen erreicht. Bis zu wirklicher Gleichberechtigung ist aber noch viel zu tun. Das wurde auch auf unserer Veranstaltung #ichhabdiewahl deutlich.

Noch immer sind es Frauen, die mehr zu Hause bleiben und sich um Haushalt und Familie kümmern, noch immer stecken Frauen zurück, zugunsten der Karriere ihrer Partner. Wir haben eine Frauenquote in Führungspositionen, die hilft aber nicht, wenn Frauen beim Erklimmen der Karriereleiter die Sprossen versperrt werden. Die Quote allein reicht nicht.

Das ist nicht nur ein privates, sondern ein gesellschaftliches Problem. Wir brauchen gesetzliche Regeln, um Karrieren von Frauen zu fördern. Die Quote ist ein Punkt, Rückkehrrecht in Vollzeit, echte Teilzeitmöglichkeiten auch für Männer, bedarfsgerechte Kinderbetreuung, familienfreundliche Unternehmen sind andere wichtige Punkte. Heutzutage sollte es selbstverständlich sein, dass in einer Partnerschaft beide den Haushalt schmeißen und Karriere machen. In vielen Köpfen ist es das bereits, um die Rahmenbedingungen müssen wir uns noch kümmern.

Neuste Artikel

Europawahl

Eine gute Wahl für Europa

Hessenwahl: So Grün war Hessen noch nie

A20

Großprojekte lassen sich nicht im „Hauruckverfahren“ umsetzen

Ähnliche Artikel