Coastal Cleanup Day 2021

Am 18. September findet der International Coastal Cleanup Day (ICC). statt. Vor über 30 Jahren rief die Umweltorganisation Ocean Conservancy erstmalig zu dieser freiwilligen Meeresschutzaktion auf – seitdem haben sich immer mehr Institutionen und freiweillige Helfer*innen zusammengefunden, um auf die Verschmutzung der Meere, Küsten und Binnengewässern aufmerksam zu machen.

Für uns GRÜNE in Schleswig-Holstein ist der Coastal Cleanup Day einer der wichtigsten Aktionstage, schließlich sind wir das Land zwischen den Meeren – aber auch im Binnenland bereichern uns Flüsse und Seen. Kaum ein anderes Bundesland wird so sehr von Gewässern geprägt wie unseres, gerade deshalb müssen wir uns besonders für den Schutz dieser Lebensräume einsetzen.


Mit einer Küstenlänge von ca. 800 km an Nord- und Ostsee haben die Meere für Schleswig-Holstein  eine herausragende Bedeutung. Nicht nur dienen die Meere der Bevölkerung als Erholungsort, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag für den Klima- und Artenschutz. Bisher haben die Meere weltweit etwa ein Drittel der menschengemachten CO2-Emissionen aufgenommen und rund 90 Prozent der zusätzlich entstandenen Hitze absorbiert. Außerdem bieten ihre einzigartigen Ökosysteme Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Die Meere sind allerdings durch die Verschmutzung mit Plastik und Munitionsaltlasten, die Erhitzung und Übernutzung in sehr schlechtem Zustand, wodurch ihr Klimaschutzpotential zur weiteren Aufnahme von Kohlenstoff immer weiter abnimmt.

Bislang wurde von Seiten der Bundesregierung für den Meeresschutz viel zu wenig unternommen. Die Meerespolitik ist ein weiteres Feld, wo ein Umsteuern dringend notwendig ist. In Regierungsverantwortung werden wir Grüne uns daher nach Bundestagswahl u.a. für folgende Punkte einsetzen:

  • Wirksame Meeresschutzgebiete in der Ausschließlichen Wirtschaftszone in der deutschen Nord- und Ostsee.
  • Umweltverträgliche Bergung von Munitionsaltlasten im Meer unter finanzieller Beteiligung des Bundes.
  • Ein Internationales Abkommen gegen Plastikmüll vorantreiben und verbindliche Müllvermeidungsziele in Deutschland festschreiben.
  • Ende der Erdölförderung in der Nordsee und des Kies- und Sandabbaus in deutschen Meeresschutzgebieten.
  • Umweltverträglicher Ausbau der Offshore-Windkraft.

Steffi Lemke und Robert Habeck haben zehn Kernforderungen, die für eine GRÜNE Regierungsbeteiligung zur meerespolitischen Leitlinie werden müssen, herausgegeben.

10 Punkte für einen Grünen Meeresschutz



Wie kann ich an der Aktion teilnehmen?

Am Coastal Cleanup Day kann jede*r teilnehmen: Ob allein, mit Freunden oder in einer großen Gruppe. Das Ziel? Müll sammeln und Mitbürger*innen auf die Verschmutzung unserer Meere und Küsten aufmerksam machen. Gesammelt wird jegliche Art von Müll, seien es Zigarettenstummel, Hygienemasken oder Plastikteile.


Wo sollte ich Müll sammeln?

Am Besten sammelst du dort Müll, wo sich ohnehin viele Menschen aufhalten und ihren Müll liegen lassen z.B. an öffentlichen Strände, Parkplätzen oder Straßenrändern.


Und worauf sollte ich achten?

  • Covid-19: Im Falle von Sammelaktionen mit mehreren Freiwilligen achte bitte darauf, die AHA-Regeln einzuhalten. Solltest du Symptome haben, die auf einen Atemwegsinfekt hindeuten, nehme bitte nicht an Müllsammelaktionen teil.
  • Nicht in der Hauptwurf- oder Brutzeit Müll sammeln gehen.
  • Nicht in sensiblen Gebieten (Dünen, Gebüschen, Schilf etc.) sammeln; in Gewässern den Müll nur absammeln und keine feinen Kescher benutzen.
  • Schau bitte in den Abfällen nach, ob Tiere darin ein Versteck gefunden haben (Dosen, Altreifen).
  • Bring’ dich oder andere nicht in Gefahr und informiere bei größeren Abfallansammlungen die Stadtverwaltung oder das Ordnungsamt.

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