Programm beschlossen, Spitzenkandidatin nominiert

27.November.2016Wir haben ein spannendes Parteitagswochenende in Neumünster hinter uns und starten jetzt in den Landtagswahlkampf 2017.

Unter dem Motto „Moin Zukunft. Es geht um was.“ haben die Delegierten das Landtagswahlprogramm „Ökologisch, gerecht, weltoffen“ einstimmig beschlossen und am Sonntag die Spitzenkandidatin Monika mit 97,3 Prozent nominiert. Für sie gab es Standing Ovations.

Am Freitag sind wir gestartet mit einer Skype-Schalte zu Bastian Hermisson, dem Leiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Washington unter der Überschrift „Demokratie und Populismus“ – ist die USA auch hier?“.

Darauf ging auch unsere Landesvorsitzende Ruth Kastner in ihrer politischen Rede ein: Auch in Europa und auch hierzulande würden populistische Bewegungen weiter anschwellen. „Hass und Hetze, Lug und Trug sind inzwischen zum Mittel der politischen Demagogie geworden. Natürlich hat jeder das Recht auf eine eigene Meinung – aber niemand hat das Recht auf eigene Fakten. Wer behauptet, es gäbe keinen Klimawandel, wenn gesagt wird: Menschen anderer Hautfarbe und Gesinnung seinen weniger Wert – dann ist das falsch und keine Meinung.“ Da gelte es in die politische Auseinandersetzung zu gehen und die Lügen zu entlarven.

Am Samstag wurde das Programm diskutiert, das in drei große Abschnitte gegliedert ist: ökologisch, gerecht, weltoffen.

Ruth Kastner: „Unser Programm ist ein Papier voller Ideen für ein besseres Leben in Schleswig-Holstein. Für mehr Klimaschutz, mehr Gerechtigkeit, mehr Innovation, mehr Aufbruch. Wir beschreiben darin viele kleine Schritte, wie eine Verdopplung der Fläche für die Ökolandwirtschaft auf zehn Prozent, aber auch so große Sprünge wie das Langfristziel einer CO2-freie Wirtschaft und Mobilität. Wir skizzieren in einem Masterplan, wie wir den ländlichen Raum entwickeln wollen und weitere Naturschutzgebiete ausweisen. Wir treten an, um die begonnene ökologische Modernisierung Schleswig-Holstein fortzusetzen.“

Unsere Spitzenkandidatin Monika Heinold: „Wir haben in Regierungsverantwortung die Ärmel hochgekrempelt, viel bewegt und umgesetzt. Als Finanzministerin bin ich Gestaltungsministerin.“ Mittel für die Kitas verdoppelt, mehr Lehrkräfte, bessere Ausstattung der Hochschulen - Monika Heinold machte deutlich, dass Bildung und Ausbildung jetzt und auch in Zukunft Priorität bei den Grünen haben werden.

„Wir haben noch ganz viel vor: Nur mit uns Grünen gelingen die Energiewende und die Verkehrswende. Wir sind es, die konsequent für eine ökologische Landwirtschaft und ressourcensparenden Wirtschaften kämpfen.“ Monika Heinold warb für eine Grüne Wirtschaftspolitik, die nachhaltig und innovativ ist und Arbeitsplätze vor Ort schaffen würde. Ökologie und Ökonomie bräuchten einander.

In ihrer begeistert aufgenommenen Rede ging Monika Heinold auch darauf ein, dass sie die einzige weibliche Spitzenkandidatin zur Landtagswahl ist: „Es ist großartig, dass bei uns Grünen Frauen überall mitmischen.“ Sie setzte sich auch für einen fairen Wahlkampf ein: „Hart in der Sache – fair im Umgang miteinander“.